Kammerata Solotutti

3«Werde was du spielst, spiele was du bist»

Akademie für ganzheitliche Aufführungspraxis

Das Besondere

Kammerata ergänzt die klassische Hochschulausbildung um Aspekte, für die im Studienalltag oft wenig Raum bleibt: nonverbale Kommunikation im Ensemble, achtsame Wahrnehmung, Transparenz im musikalischen Handeln sowie ein vertieftes Gespür für Raum, Klang und Resonanz.

Für wen?
Herausragende junge Musiker:innen, die bereit sind, ihre ganze Präsenz, ihr ganzes Wesen als Instrument in ihren Interpretationen zu nutzen.
Gesucht werden MusikerInnen für: Violine, Viola, Cello und Flöte

Plätze: Streng limitiert (max. 5 Teilnehmende)

Das Konzept

Du trainierst eine Spielweise, die das Publikum nicht nur hört, sondern spürt.

Blindes Verstehen
Lerne durch nonverbale Probentechnik, rein über Intention und Körpersprache zu führen und zu folgen.

Be The Music
Lerne, das zu werden, was du spielst und das zu spielen, was du bist.

Empathische Akustik
Entwickle ein Gespür für den Raum und die Atmosphäre, den Komponisten und deine Mitspieler:innen. Wie kannst du die Essenz des Werkes hören und dann verkörpern mit deiner Präsenz, deinem Klang und deiner musikalischen Gestaltung?

Mindfulness & Natur
Verlasse den Übungsraum. Vivaldis Vier Jahreszeiten treffen auf die raue Natur Norwegens und Improvisation.

Laufzeit & Phasen

Gesamtdauer: 3 Monate (projektbasiert in 3 Blöcken)

Das Projekt lässt sich ideal mit dem Studium vereinbaren.

Über fünf Monate hinweg findet die Akademie (Fellowship) in drei Phasen statt. Der Auftakt im Frühjahr dient der Ensemblebildung und gemeinsamen künstlerischen Ausrichtung. Im Sommer folgt ein intensives Retreat in Norwegen mit Proben, Konzerten und Arbeit in aussergewöhnlichen Umgebungen wie Natur- und Kunsträumen. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Konzertphase im Solotutti in Solothurn, in der die gemachten Erfahrungen auf die Bühne übertragen werden.

Phase 1: Projektstart in Solothurn
22.–25. Mai Ensemble-Bildung und intensive Einstudierung. Wir formen das Quintett (die Gruppe) und legen den künstlerischen Grundstein.

Phase 2: Retreat in Norwegen
13.–19. Juli Programm in Norwegen, bitte An- und Abreisetage zusätzlich einplanen

Das Highlight: Teilnahme am Festival «Klassisk ved Havet»
Eine Woche Fokus pur am Fjord. Konzerte und Arbeit am Meer, am Waldrand und in einem geschlossenen Steinbruch. In einer Galerie spielt ihr die ausgestellten Bilder. Die Kunstwerke werden zu euren Partituren. In einer Galerie verwandeln sich Kunstwerke zu in Partituren und ihr spielt die Bilder der Ausstellung.

Vertiefung der Methode: Hier wird intensiv an der Kernphilosophie gearbeitet: «das zu werden, was du spielst und das zu spielen, was du bist».

Besonderes Feature: Die Campanula-Streichinstrumente spielen am Festival eine zentrale Rolle. Diese speziell für die Akustik der Natur gebauten Instrumente mit Resonanzsaiten ermöglichen die aussergewöhnlichen Klänge während der Freiluftkonzerte. Klänge, die nur dank dieser besonderen Instrumente möglich werden.

Jeder Streicher, jede Streicherin bekommt für die Woche in Norwegen ein Campanula-Instrument als Leihgabe (Campanula-Instrumente gebaut von Helmut Bleffert: www.helmut-bleffert.de).

Phase 3: Das Finale in Solothurn
10.–16. August Konzert am 16.08., um 17:00 Uhr

Abschlusswoche in Solothurn. Wir bringen die gewonnenen Erfahrungen auf die Konzertbühne.

Repertoire

Antonio Vivaldi: Die Vier Jahreszeiten
W.A. Mozart: Flötenquartett D-Dur
W.A. Mozart: Duo KV 424 B-Dur
Johannes Brahms: Klarinettenquintett
Joan Tower: Rising
Solowerke (eigene Wahl)

Mentor:innen

Die Arbeit basiert auf künstlerischen Impulsen und methodischen Ansätzen der Mentor:innen. Im Fokus stehen nonverbale Probentechniken, empathisches Zuhören sowie die bewusste Verkörperung musikalischer Inhalte durch Präsenz und Klang.

Ada Meinich Viola

Ada Meinich ist eine international tätige Bratschistin, die sich zwischen klassischer Konzertpraxis und innovativen Crossover-Projekten bewegt. Ihre Ausbildung führte sie u.a. nach Stockholm, Berlin und Salzburg, zu Tabea Zimmermann, Veronika Hagen und Eberhard Feltz. Als Mitglied des renommierten Faust Quartetts konzertiert sie seit fast zwei Jahrzehnten europaweit und international, von grossen Festivals bis hin zu kammermusikalischen Nischenformaten.

Neben ihrer Bühnentätigkeit hat sie die Aufführungspraxis «Be The Music» entwickelt und das Hörforum «The Magic Of Listening» ins Leben gerufen. In Solothurn (CH) leitet sie das Zentrum für Musik Solotutti und Kammerata, in Norwegen das Festival «Klassisk ved Havet».

www.adameinich.com

Dimitri Ashkenazy Klarinette

Dimitri Ashkenazy wurde in New York als Sohn einer isländischen Mutter und eines russischen Vaters geboren und wuchs in Island und der Schweiz auf. Mittlerweile selbst Vater, widmet er sich – wenn er sich nicht zu Hause um seine zwei Söhne kümmert – vor allem Konzertauftritten in aller Welt, Aufnahmen für verschiedene renommierte Labels und der Leitung von Meisterkursen an verschiedenen Akademien und Hochschulen.

In den letzten Jahren hat er seine Tätigkeit durch die Position als Soloklarinettist des Kammerorchesters «Festival Strings Lucerne» sowie eine leitende Funktion am «Zentrum für Musik Solotutti» in Solothurn (CH) erweitert.

Dimitri Ashkenazy lebt in Basel.

www.dimitriashkenazy.net

Marlis Walter Klavier

Marlis Walter ist in Solothurn geboren und aufgewachsen. Sie studierte in Zürich und Lausanne Klavier bei Adalbert Roetschi und Brigitte Meyer (Solistendiplom), ist eine gefragte Kammermusikerin und Liedbegleiterin (auch im Bereich Chanson und Kleinkunst) und war acht Jahre mit dem Gershwin Piano Quartet auf internationalen Bühnen und an verschiedenen Festivals zu hören.

Inzwischen widmet sie sich hauptsächlich den Werken aus Barock, Klassik und Frühromantik und ist gerne mit dem Hammerflügel unterwegs. Sie komponiert für den Frühunterricht eigene Kinderlieder, gibt Eltern-Kind-Singen und unterrichtet Klavier auf jeder Altersstufe. Seit März 2025 gehört sie dem Leitungsteam des Zentrums für Musik Solotutti an.

www.marlis-walter.ch

Investition & Bewerbung

Deine Investition

Dank Förderung durch Solotutti und Sponsoren bieten wir dieses Programm zu einem Bruchteil des Wertes an.

Teilnahmegebühr: CHF 750.– für die gesamte Akademie (Mai-August, exkl. Reisekosten)

Zielgruppe: Master-Studierende (Kammermusik/Orchester) & Young Professionals

So bewirbst du dich

Bewerbungsschluss: 15. März 2026

Sende an dimitri.ashkenazy@zentrumfuermusik.ch:

  • Kurzes Motivationsschreiben
  • Video (ca. 10 Minuten) eines Kammermusikwerkes

Fragen?

Wir helfen gerne weiter:
dimitri.ashkenazy@zentrumfuermusik.ch

 

Ein Projekt von Solotutti

FAQ – Häufige Fragen zu Kammerata

Was ist Kammerata?

Kammerata ist ein vertiefendes Kammerata ist ein vertiefendes Fellowship (Förderprogramm) für junge Musikerinnen und Musiker, das Präsenz, Wahrnehmung und musikalischen Ausdruck in den Mittelpunkt stellt. Die Ausbildung ergänzt das klassische Studium um künstlerische und persönliche Dimensionen, die im Hochschulalltag oft wenig Raum erhalten. 

Für wen ist das Programm gedacht?

Das Programm richtet sich an Master-Studierende aus Kammermusik und Orchester sowie an ausgewählte Young Professionals. Erwartet wird die Bereitschaft, sich intensiv auf Ensemblearbeit, Selbstwahrnehmung und einen offenen künstlerischen Prozess einzulassen.

Wie viele Teilnehmende werden aufgenommen?

Die Gruppe ist bewusst klein gehalten. Pro Durchgang werden maximal fünf Teilnehmende ausgewählt, um konzentriertes Arbeiten und individuelle Begleitung zu ermöglichen.

Welche Rolle spielen Präsenz und Körperarbeit?

Präsenz wird als zentraler Bestandteil musikalischer Interpretation verstanden. Die Arbeit bezieht Körper, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit bewusst in den musikalischen Prozess ein, ohne dabei den künstlerischen Anspruch oder die Werkbindung zu verlieren.

Auf welchen künstlerischen Ansätzen basiert Kammerata?

Die Ausbildung arbeitet mit künstlerischen Impulsen und methodischen Ansätzen nach Dimka und Ada. Dazu gehören nonverbale Probentechniken, empathisches Zuhören sowie die bewusste Verkörperung von Klang, Raum und musikalischer Intention.

Muss ich improvisieren können?

Vorerfahrung in Improvisation ist nicht Voraussetzung. Improvisatorische Elemente werden als Werkzeug genutzt, um Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und musikalische Offenheit zu schulen.

Was ist eine Campanula?

Das Streichinstrument mit diverse Resonanzsaiten wurde in den 1980er Jahren vom Instrumentenbauer Helmut Bleffert aus dem Cello heraus entwickelt. Bei der Gestaltung des Corpus stand die Glockenblume (Campanula) Pate. Das inspirierte Bleffert zum Namen für das neue Instrument, das Vorgänger in der Barockzeit hat, jedoch den idealen Obertonreichtum etwa der Viola d´amore und des Baryton mit der Formbarkeit des Klanges moderner Streichinstrumente vereint. In der Folge schuf Bleffert auch Campanula-Geigen und Campanula-Bratschen und somit ist es jetzt möglich in aller akustische Fülle Open Air Konzerte zu gestalten

Wie lässt sich Kammerata mit dem Studium vereinbaren?

Das Programm ist projektbasiert in drei Phasen aufgebaut und über fünf Monate verteilt. Die zeitliche Struktur ist so konzipiert, dass sie parallel zu einem regulären Studium realisierbar ist.

Wo finden die einzelnen Phasen statt?

Die erste und letzte Phase finden in der Schweiz statt. Das Retreat im Sommer führt die Gruppe für eine Woche nach Norwegen und bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Programms.

Welche Kosten entstehen?

Die Teilnahmegebühr beträgt CHF 750.- für das gesamte Fellowship. Reisekosten sind nicht inbegriffen. Diese reduzierte Teilnahmegebühr wird durch Förderer und Sponsoren ermöglicht.

Wie bewerbe ich mich?

Die Bewerbung erfolgt über E-Mail. Sende deine vollständigen Bewerbungsunterlagen an info@zentrumfuermusik.ch. Für weitere Auskünfte stehen dir die Mentor:innen gerne zur Verfügung.

Bis wann ist eine Bewerbung möglich?

Bewerbungsschluss ist der 1. März 2026